Mittel gegen Ebola-Virus entdeckt

Boston (dts Nachrichtenagentur) – US-amerikanische Forscher haben den meist tödlichen Ebola-Virus in Testversuchen erfolgreich bekämpft. „Unsere Forschung hat ein wichtiges Zellprotein identifiziert, das der Erreger braucht, um die Infektion zu verursachen“, erklärte ein Wissenschaftler die Ergebnisse der Studie. Zwei kooperierende Forschungsteams haben in zwei Studien nachgewiesen, dass das für die Infektion benötigte Zellprotein NPC 1 aufgehalten werden kann. Dieses Protein ist am Stoffwechsel des Menschen beteiligt und transportiert Cholesterin durch die Zellmembran. Laut der Experten würde die Entdeckung die Chancen erhöhen, Medikamente entwickeln zu können, die Ebola-Infektionen erfolgreich bekämpfen. Nun wird nach Wirkstoffen gesucht, die das NPC 1 verändern oder blockieren. Allerdings kann dadurch der Cholesterinstoffwechsel gestört werden. Kurzzeitig sei dies laut den Forschern aber zu tolerieren. Das Birmingham und Women`s Hospital hat ein Molekül gefunden, welches den Eintritt der Erreger mit nahezu vollkommener Sicherheit stoppt. Der Ebola-Virus hat seinen Namen vom Fluss Ebola in Kongo. An seinen Ufern wurde das Virus 1976 bei einer Epidemie erstmals gefunden. Es verursacht ein Fieber, welches durch starke Blutungen gekennzeichnet ist und fast immer zum Tod führt. Bisher gibt es weder Impfstoff noch Medikamente.

Giftige Substanzen in Kassenbons gefunden

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In Thermodruckpapier, das für Kassenbons und Faxe verwendet wird, sind die giftigen Substanzen Bisphenol A (BPA) und Bisphenol S (BPS) gefunden worden. Das ist das Ergebnis einer Greenpeace-Studie. Die gesundheitsgefährdenden Stoffe sind bereits seit Juni in der Herstellung von Kunststoff-Babyflaschen verboten. Die Gefahr der Chemikalie im Papier liege darin, dass sie weniger fest gebunden und höher konzentriert sei, als in Plastik. Bei der Berührung würde das BPA ins Blut übergehen. Eine orale Aufnahme wäre weniger schlimm, da die Stoffe im Zuge der Verdauung teilweise unschädlich gemacht würden. Das Bundesamt für Risikobewertung warnt davor Kinder mit Kassenbons spielen zu lassen, da sie dabei schon eine kritische Menge der schädlichen Substanz aufnehmen würden. Greenpeace ruft dazu auf Kassenbons in den Restmüll zu entsorgen, da mittlerweile auch im Altpapier schon BPA und BPS nachgewiesen wurden.