Was ist NLP

NLP steht für Neuro Linguistisches Programmieren und ist eine Methode um sich selbst und andere Besser kennen zu lernen. Viele Leute, besonders jene die NLP nur aus dem Fernsehen kennen, assoziieren es mit der Manipulation und Verkaufsschulung. Das ist jedoch so nicht richtig.

NLP wurde 1972 von Richard Brandler und John Grinder erstmals beschrieben. Seitdem wurde es von ihnen und vielen anderen ständig weiterentwickelt. Die Ideen, auf denen es aufbaut stammen sowohl aus der Kybernetik und Linguistik als auch aus verschiedenen therapeutischen Ansätzen. Was haben Sie davon? NLP kann Ihnen sowohl im privaten Umfeld, für Beziehungen aber natürlich auch im Berufsleben, besonders im Verkauf helfen.

Grundlagen von NLP

Grundlagen von NLPJeder Computer kommt mit einer dicken Anleitung doch für unser Gehirn, den komplexesten Computer der Welt, haben wir keine. NLP ist wie eine Bedienungsanleitung für unser Gehirn. Sie lernen wie es funktioniert und wie Sie es auf eine Weise nutzen, die wie Sie es sich noch nie vorgestellt haben.

Wenn wir auf die Welt kommen nehmen wir die Welt mit allen unseren Sinnen war. Über die Jahre hinweg bilden wir aus unseren Wahrnehmungen ein eigenes Modell der Welt.  Das erste, was man bei NLP lernt und verstehen muss ist, dass jeder Mensch sein eigenes Model der Welt hat, und wir dieses nicht veränder – jedoch verstehen können. Alleine mit diesem Verständnis sind Sie bereits in der Lage besser und schneller auf andere Zuzugehen und die Beziehungen mit andern Menschen zu verbessern.

Eine Übung zur Wahrnehmung:
Schauen Sie sich in dem Raum, in dem Sie sich befinden für 10 Sekunden genau um. Suchen Sie nach allen Gegenständen, die braun sind. Nun Schliessen Sie die Augen. Zählen Sie alle Gegenstände auf, die hellgrün sind. Wieviele Gegenstände haben Sie sich gemerkt?


Raport

Genauso ist es mit der Wahrnehmung von Menschen. NLP lehrt uns, wie wir Sie verbessern. In einem professionellen NLP Kurs werden Sie mindestens einen Tag nur damit verbringen andere Menschen zu beobachten und wahrzunehmen. Aus diesen Wahrnehmungen versuchen wir in der Folge uns an das Welt-Model der anderen Person anzunähern. Dazu dienen uns zwei wichtige Techniken, Parsing und Leading.

Parsing

Beim Parsing geht es darum sich auf den anderen einzulassen, uns auf seine Ebene zu begeben. Wir versuchen, die Körperhaltung, Gestik und Bewegungen sowie die Wortwahl des anderen zu eigen zu machen und Sie wiederzugeben. Man spricht deshalb auch von Spiegeln. Dabei geht es aber nicht darum, den anderen nachzuäffen. Versuchen Sie sich in ihn hineinfühlen. Warum hat er diese Körperhaltung? Wenn Sie das geschafft haben, können Sie mit dem Leading die Führung übernehmen, und den anderen auf Ihre Seite ziehen.

Leading

Beim Leading versuchen Sie, die Wortwahl und Gestik, die Sie von Ihrem Gegenüber übernommen haben, langsam zu übernehmen. Diese Technik wird auch bei Tauchern angewendet. Wenn ein Taucher hyperventiliert, ahmt der andere mit seiner Hand die Atmung nach und nach kurzer Zeit verlangsamt er die Bewegungen. Dadurch wird auch die Atmung des Hyperventilierenden sehr rasch langsamer.

Um die Wahrnehmung von anderen Menschen zu verbessern, sollten Sie auf alle Wahrnehmungskanäle achten. Das sind die visuellen, auditiven, kinästhetischen, olfaktorischen, und gustatorischen Wahrnehmungen. Diese Kanäle entscheide über unsere Wahrnehmung der Welt.

Wie kann ich diese Wahrnehmungskanäle von anderen nutzen?

Wenn Sie herausgefunden haben, ob Ihr Gegenüber visuell, auditiv oder kinästhetisch ist, können Sie dies sehr leicht zu Ihrem Vorteil nutzen. Beispielsweise im Verkauf. Wenn Sie jemandem, der ein visueller Typ ist, ein Auto verkaufen wollen, arbeiten Sie mit Bildern. „Sehen Sie, wie sich die Farbe des Lacks spiegelt“, „Stellen Sie sich vor, wie Sie in diesem Auto in den Urlaub fahren“. Ist jemand ein auditiver Typ funktioniert die Frage gut, was denn die Nachbarn zu diesem Auto sagen würden. Bei einem kinästhetischen Typ müssen Sie ihn mit dem Objekt in Berührung kommen lassen. Lassen Sie ihn das Leder spüren und die Schaltknöpfe benutzen.

Auch für eine private Beziehung können Sie diesen Technik nutzen. Zu Beginn einer Beziehung ist es ganz natürlich, dass wir den Partner auf allen Ebenen ansprechenden. Wir zeihen uns schön an, tragen Parfüm auf, gehen fein Essen umarmen ihn und sprechen Ihn lieb an. Im Lauf der Zeit nimmt das Ab. Ein Leitsatz aus dem NLP von ist, wenn Sie sich in einer Beziehung am Ende so verhalten wie am Anfang, wird es kein Ende geben.

Innere Kommunikation

Was ist das wichtigste im Leben? Auf diese Frage hat wohl jeder seine eigene Antwort. Freiheit, Glück, Gesundheit? Fast immer hat das, was für uns am wichtigsten ist mit Gefühlen zu tun.

Was würden Sie für das Gefühl unbesiegbar zu sein bezahlen? Sehr viel – im Spitzensport gewinnt man heute nur im Kopf, nicht mehr mit der körperlichen Leistung.

Schlechte Gefühle

Wenn das Wetter schlecht ist oder wir im Stau stehen, dann haben wir negative Gefühle – zurecht nur wie kommen wir schnell wieder aus dieser negativen Situation? Im NLP gibt es dazu eine hervorragende Methode – das Zustandsmanagement, englisch auch State Management genannt.

Zustandsmanagement

Das Zustandsmanagement vereint drei wesentliche Bereiche: Die Innere Vorstellungskraft, physische Vorgänge und das Verhalten.

1. Innere Vorstellungskraft
Die Innere Vorstellungskraft stärken wir, in dem wir uns Bilder in den Kopf setzen oder was wir innerlich sagen. Diese Technik verwenden auch Feuerläufer. Man stellt sich dabei vor, dass die glühenden Kohlen nicht heiss, sondern eiskalt sind. Man stellt sich weiter vor, wie es ist, wenn man den Feuerlauf geschafft hat, wie man mit wehenden Fahnen ins Ziel läuft. Diese Technik funktioniert, denn von 10.000 Personen, die bei einem Feuerlaufseminar mitmachen, gibt es nur 2-3 leichte Verbrennungen.

2. Pyische Vorgänge
Dazu gehören Atemübungen, um tiefer zu atmen und die Änderung der Körperhaltung

3. Verhalten
Im NLP spricht man von der Technik des Ankerns. Dabei geht es darum Verhalten mit Bildern zu Verknüpfen. Wenn Sie einen grimmigen Eindruck machen, zusammengeknirscht sind und einem anderen sagen, dass heute der schönste Tag Ihres Lebens ist, wird er es Ihnen nicht glauben, weil Ihr Verhalten inkongruent zu Ihrer Aussage ist.

Beim Ankern geht es ferner um eine neurologische Verbindung zwischen einem Reiz und einer Reaktion. Beispielsweise einem Geräusch, dass Sie mit etwas positiven assoziieren. Beispielsweise Ihrem Lieblingslied, bei dem Sie immer an etwas bestimmtes denken.

Ziele im Neuro Linguistischen Programmieren

Haben Sie sich schon einmal einen Vorsatz gefasst? Haben Sie Ihn umgesetzt? Woran lieg es, das wir unsere Vorsätze so oft nicht umsetzen. Ganz einfach, es sind nur Wünsche und keine konkreten Ziele und meistens sind sie negativ formuliert. Z.B. Ich will Aufhöhren zu rauchen.

Was sind echte Ziele?
Ein Ziel ist etwas, dass sich zu erreichen lohnt. Tery Realis hat es so formuliert: “ Menschen sind nicht faul, sie haben nur keine Ziele, die es sich zu verfolgen lohnt.“  Wenn Sie erfolgreich sein wollen, sollten Sie Ziele formulieren, die die folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Positiv formuliert
  • Aktive Beteiligung
  • Spezifischer Kontext
  • Ressourcen sind definiert
  • Grösse ist angemessen
  • Es passt in Ihr Umfeld

Die Verwirklichung von Zielen geschieht am ehesten, wenn der erste Schritt  in 72 Stunden gesetzt wird.