Elektronische Gesundheitsakte – Warum man sich jetzt abmelden sollte

Mit 1.1.014 beginnt die Einführung der sogenannten Elektronischen Gesundheitsakte. Wissen Sie, was das eigentlich ist? Die Idee, dass Ärzte auf einen Klick sämtliche Krankengeschichten abrufen können, klingt ja gar nicht so schlecht. Schliesslich könnten so Allergien gegen Medikamente oder Vorerkrankungen auf einen Blick gesehn werden und dem Patienten mit unter rascher und besser geholfen werden. Das Problem liegt nun daran, wie die Daten von einem Arzt zur zentralen Verwaltung kommen, wie sie dort behandelt und geschützt werden und wie sie den anderen Ärzten, Spitälern und Apotheken zur Verfugung gestellt werden.

Wie werden die Daten erfasst?

Die Befunde werden als PDF vom behandelnden Arzt in dem System abgelegt. Eine Suchmöglichkeit besteht also nicht wirklich. Zudem schreiben viele Ärzte ihre Befunde nach wie vor von Hand. Wer soll das eingescannte Gekritzel seines Kollegen entziffern können?

Wie werden die Daten für die Elektronische Gesundheitsakte übertragen?

Da offensichtlich kein anderer Weg gefunden wurde, werden die persönlichen Gesundheitsdaten der Patienten für die Elektronische Gesundheitsakte ElGA über das Internet Übertragen. Zwar werden die Daten verschlüsselt, doch spätestens seit den Enthüllungen der letzten Monate dürfte allgemein bekannt sein, dass eine Verschlüsselung im Grunde Schall und Rauch ist und die Sicherheitsfirmen die Quellcodes der Verschlüsselungsalgorithmen  an jede Regierungsbehörde weitergeben, die nur einmal ganz Lieb danach fragt. Nach gesetzlichen Grundlagen oder einer richterlichen Entscheidung wird nicht gefragt.

Wie werden die Patientendaten gespeichert und geschützt?

Die Datenspeicherungen und die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen unterliegen kaum einer Kontrolle. Wir müsssen also darauf vertauen, dass die hochbezahlten Krankenkassenfunktionäre schon wissen was sie tun Schliesslich sind das ja meist altgediente Politiker, die in der Vergangenheit schon grossartiges geleistet haben.

Wie kann man Gesundheitsdaten einsehen?

Für Patienten wird zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit geschaffen werden, in die Elektronische Gesundheitsakte ElGA über das Internet Einsicht zu nehmen. Die Befunde werden aber natürlich so wie sie sind zur Verfügung gestellt. Verstehen Sie das lateinische Gekritzel, die Abkürzungen und medizinischen Fachbegriffe in einem Patientenbefund? Viele Bürger können das jedenfalls nicht. Eine Übersetzung oder eine einfach zu verstehende Erklärung ist derzeit zumindest nicht geplant.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass die Elektronische Gesundheitsakte nichts weiter ist als eine Unstrukturierte Sammlung von Befunden. Was dem Patienten wenig bringt, eine hohes Risiko von Datenlecks in einem hochsensiblen Bereich birgt und den Versicherten der Abzockzwangskrankenkassen einen Haufen Geld kostet.

Gesundheit21 empfiehlt daher sich von der Teilnahme an der Elektronischen Gesundheitsakte ElGA abzumelden. Wie kann man sich abmelden?